Liebe Jana,
Menschen mit Depression reagieren in der Regel sehr gut auf Shiatsu. Allein die achtsame Berührung und Zuwendung gibt Depressiven eine große Unterstützung. Die Behandlung am HKS-Meridian öffnet Wege zu mehr Lebensfreude, auch der Blasenmeridian kann die große Anspannung oder aber auch die Antriebslosigkeit auflösen. Dies sind die beiden Hauptmeridiane, die immer wieder wie ein roter Faden bei Depressiven auftauchen. Auch Mobilisieren ist sehr gut: Also Dehnungen und Lockerungen, die aus der „Lähmung“ herausführen können. Ansonsten verlaß Dich bitte auf die Hara-Befundung, hier bekommst Du immer die richtigen Hinweise auf das, was gerade dran ist. – Sollte Dein Klient schwer depressiv sein, achte bitte darauf, daß er zeitgleich in psychiatrischer Behandlung ist. Dies sollte Dich und Deinen Klienten entlasten. Wenn Suizidgedanken auftauchen, ist es sehr wichtig, daß Du die Verantwortung abgeben kannst, entweder indem Dein Klient direkt zum Psychiater geht, oder, wenn er Dir nicht mehr absprachefähig erscheint, Du selber den Notarzt verständigst. Das ist selten der Fall, in der Regel sind depressive Menschen für die Zuwendung, die wir ihnen geben können, sehr dankbar und die Stimmung hellt sich durch Shiatsu häufig auf. Shiatsu ist eine wunderbare Unterstützung für depressive Menschen!
Dies sind meine persönlichen Erfahrungen aus 20 Jahre Klinikarbeit in Psychosomatik und Psychiatrie. Leider gibt es meines Wissens bisher keine Literatur zu diesem Thema. – Viel Freude bei Deinen Behandlungen wünscht Dir Gaby Falk