Shiatsu bei bipolaren Störungen

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  • #6008
    CYS
    Teilnehmer

    Liebe Shiatsu-PraktikerInnen

    Ich habe aktuell eine Klientin mit einer bipolaren Störung. Momentan ist sie angetrieben, hat übermässig Energie und spürt keine Müdigkeit. Sie ist in enger psychiatrischer Behandlung und nimmt auch Medikamente (Seralin Mepha plus eines deren Namen sie nicht wusste und sie mir nächstes Mal noch nennen wird).

    Die Klientin spricht sehr gut auf die Behandlungen an. Sie ist danach meist entspannter, klarer bei sich und hat auch wieder Zugang zu ihrer Müdigkeit und Erschöpftheit. Bisher habe ich viel mit den Elementen Wasser und Erde gearbeitet, sehr achtsam auch mit dem Feuer.

    Wer hat Erfahrung mit solchen KlientenInnen? Was muss ich beachten, damit ich die manischen Züge nicht fördere? Wie kann ich diese Klientin am besten unterstützen?

    Vielen Dank für Eure Untestützung

    Cynthia

    #6009
    Peter
    Teilnehmer

    Liebe Cynthia,

    Ich bin ein ehemaliger Absolvent vom Ausbildungszentrum Bergler (http://www.bergler.at) .Selber praktiziere ich erst seit einem Jahr und Fälle über die ich mich nicht hinaus sehe verweise ich derzeit an erfahrene Kollegen weiter. Ich erinnere mich nur wage  an so einen Fall während meiner Ausbildung, aber ich weis, dass man mit dem Feuer sehr vorsichtig sein sollte. Da meine Ausbildner immer ein offenes Ohr haben und über mehr als 10 jährige Erfahrung verfügen, kann ich dir nur empfehlen sie mal anzuschreiben oder anzurufen.

    Tel.: +43 316 38 10 71info@bergler.at

    LG in die Schweiz, Peter

    #6012
    Gaby Falk
    Teilnehmer

    Liebe Cynthia,

    in meiner Klinikarbeit habe ich auch mit Patienten mit bipolarer Erkrankung Erfahrung. Bei diesen Patienten wechseln depressive und manische Phasen einander ab, wobei es hier verschiedene Schweregrade gibt. Bei einfachen Störungen kann Shiatsu auf Dauer sehr stabilisierend wirken, wenn schwere depressive oder gar psychotische Symptome auftreten und auf der anderen Seite manische Phasen mit z.B. Kaufrausch oder andere exzessive Vorhaben auftauchen, wird es schwierig, die Stabilisierung mit Shiatsu aufrecht zu erhalten. Die medikamentöse Unterstützung ist auf jeden Fall sehr sehr wichtig, auch wenn unauffällige Verhaltensweisen zu beobachten sind.

    So wie Du schon erwähnt hast, sind Erde-(Ma) und Wasserelement (Bl) beim Shiatsu im Vordergrund, das wirkt ausgleichend-unterstützend, in den depressiven Phasen ist das Feuerelement (hier hauptsächlich HKS und Düd) auch hilfreich.

    Kritisch kann es werden, wenn ein Wechsel von manisch zu depressiv oder umgekehrt eintritt, weil in dieser Krankheitsphase oft das Commitement fraglich ist.  Bleib dann auf jeden Fall dran, vor allem mit Magen und Blase, das wirkt am ehesten stabilisierend. Und achte darauf, daß er Kontakt zum Psychiater aufrecht erhalten wird.

    Dauerhafte Erfolge kann es bei einem leichten Krankheitsverlauf durchaus geben, aber das erfordert eine Langzeit-Begleitung über mehrere Jahre, unabhängig davon, ob bei der Patientin belastende Ereignisse eintreten oder eher eine ruhige Lebensphase vorliegt.

    Alles Gute für Eure Arbeit, Liebe Grüße

    Gaby

    #6013
    CYS
    Teilnehmer

    Liebe Gaby

    Besten Dank für Deine Hilfe.

    Dein Beitrag ist sehr wertvoll für mich.

     

    Danke auch Peter für Deine Info mit Kontakt.

     

    Liebe Grüsse

    Cynthia

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