Marfan Syndrom

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  • #8918
    karinkreta
    Teilnehmer

    Hat jemand Erfahrung bei der Behandlung mit Marfan Syndrom? Ich habe einen 27-jährigen Mann, der darunter leidet (nicht genetisch). Bei ihm ist die Überstreckbarkeit der Gelenke enorm, er renkt sich bei Kleinigkeiten die Schulter aus und ist allgemein extrem gedehnt. Hat des Öfteren Bänderverletzungen. Bin mir nicht sicher, ob Shiatsu das Richtige ist. Sollte er nicht alles dafür tun, seine Muskulatur aufzubauen? Danke für evtl. Rückmeldungen! LG aus Österreich 🙂

    #8919
    Mike Mandl
    Teilnehmer

    Hy Karin,

    Spannende Frage, spannender Fall, gute Frage. Ob Shiatsu das Richtige ist? Ich versuche einfach direkt zu antworten, basierend auf meiner Erfahrung, hoffe das kommt nicht allzu belehrend rüber 😉

    Bei genetischen bedingten Krankheiten stelle ich mir meist die Frage: Was kann ich den KlientInnen wirklich anbieten? Was kann ich mit meinem Shiatsu wirklich bewegen? In vielen Fällen muss ich das Syndrom außen vor lassen. Nichtsdestotrotz kann Shiatsu gerade in solchen Fällen viel anbieten. Wie zum Beispiel die Unterstützung im Umgang mit einer beschwerlichen Lebenssituation. Ich finde, gerade hier ist Shiatsu eine wunderbare Methode. Ich versuche nur, die Zielsetzung für beide vorher klar in den Raum zu stellen. Zum Beispiel: Vielleicht kann ich nicht viel in Bezug auf das Marfan Syndrom bewegen. Aber ich bin überzeugt, dass ich mit Shiatsu sehr wohl zu einer besseren Lebensqualität beitragen kann. Durch diese Klarstellung kann ich unausgesprochenen Erwartungen entgegen wirken, die es schwerer machen den Wert, den Shiatsu in solchen Situationen hat, anzunehmen…

    Trotzdem habe ich durch Experimente teilweise sehr gute Erfolge mit ähnlichen Fällen verbuchen können. Dabei orientiere ich mich weniger an den Syndrom, sondern an der generellen Yin/Yang-Balance im Körper. Bindegewebsschwächen habe ich immer als extremen Yin-Zustand erfahren. Von daher war mein Behandlungsansatz, die Yang-Qualität im Körper zu stützen. Den größten Hebel sehe ich hier in der Ernährung. Und hier habe ich sehr gute Erfolge mit Fleisch gemacht. Fleisch macht den Körper dicht, verdichtet das Gewebe. Natürlich, das ist immer auch eine Frage der Ethik. Aber in zwei konkreten Fällen hat dies bei ähnlichen Schulter, aber auch Hüftproblemen, zu einer Stabilisierung des Gewebes geführt. In Verbindung mit intensiven Moxaanwendungen direkt um die entsprechenden Gelenke, um auch hier die Yang-Qualität zu tonisieren. Manuell habe ich mich vor allem auch die Lunge konzentriert – hier auf die Stimulation des Po, des primären Überlebensinstinkts, der meiner Meinung nach bei allen chronischen Erkrankungen eine wesentliche Rolle spielt. Das ist in etwa das „Basispaket“ mit dem ich extrem instabile Gelenke angehe…

    Würde mich über deine Erfahrungen freuen…

    Herzlich

    Mike

    #8924
    karinkreta
    Teilnehmer

    Hallo Mike!
    Belehrend? Überhaupt nicht – vielen Dank für die vielen Tipps! Meine Erfahrung bisher: Shiatsu nimmt der Klient ganz positiv an und bei Akutverletzungen der Schulter konnte ich immer super helfen! Du hast vollkommenr recht – extremer Yin-Zustand – Kondition und Konstitution extrem yin. Bin froh, einen neuen Ansatz zu haben! 🙂 Meine Rückmeldung folgt!
    LG Karin

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