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4. Oktober 2013 um 10:18 Uhr als Antwort auf: Manische Episode mit psychotischer Symptomatik bei einer bipolaren Störung #6190zatoishiTeilnehmer
liebe gaby,
vielen dank für deine antwort!
ja, der klient geht zum Psychiater, er erwähnte aber, dass dies vor allem der medis wegen sei. nach einer Blutuntersuchung hat der Psychiater die Dosierung des seroquel von 800 auf 400 herabgessetzt, da im blut eine säure, die vom seroquel herstammt(weiss nicht was genau) zuviel gewesen sei.
ja die Medikamente…
ich sehe auf der einen seite die Notwendigkeit, da diese in diesem fall hier meinem Klienten ermöglicht haben, wieder zu schlafen und nicht allzu starken gefühlsschwankungen ausgesetzt zu sein. der klient hatte sie zum teil nicht mehr regelmässig eingenommen, davon habe ich ihm abgeraten, auch habe ich ihn aufgefordert, das langsame absetzen der Medikamente in absprache mit dem Psychiater durchzuführen. dies hat er dann auch getan.
auf der anderen seite werden diese Medikamente ziemlich flächendeckend eingesetzt, egal ob manie, Schizophrenie oder Depressionen. dies ermöglicht den Menschen zwar eine art „funktionieren“ in der Gesellschaft, doch wie kann man aus diesem zustand wieder herausfinden? wie kann man selber wieder lernen, mit den hoch und tiefs umzugehen, emotional und spirituel selbständig sein? auf alle fälle gibt es da von der seite des Psychiaters her keine ansätze. in der letzten Sitzung sagte der klient auf meine frage, wie er sich fühle, „gut, es geht mir immer gut, ist das nicht unreal?“
sollte ich ihm vielleicht auch anraten, einen anderen Psychiater aufzusuchen?
einfluss der medis im shiatsu:
bei der ersten Behandlung nahm ich bei dem Klienten ab dem 2. erwärmer an aufwärts wie eine art schleier, nebel wahr. der ganze brustraum erweckte den eindruck, er stecke in einem Korsett. auch sah es so aus, als ob sich der ganze Oberkörper, vorallem der 1. und 2. erwärmer zur Wirbelsäule hin ziehen. Wirbelsäule war steif, fast wie gefroren. der schleier war am stärksten am Kopf, um die Stirn herum. die Meridiane fast nicht erfassbar, auch in der Berührung erschien alles neblig, wie trübes wasser, schon fast schlammig.
ja, ich habe wirklich das gefühl, dass diese Wahrnehmungen einen direkten zusammenhang mit den Medikamenten haben. auch nimmt der Empfänger selber nichts wahr. als habe er kein zugang zu seinem körper. alles was er wahrnimmt, ist sein Übergewicht, dass auch eine Nebenwirkung der Medikamenten ist.
was noch dazukommt, ist, dass er jede nacht bis zu 10 stunden schläft, und auch dann fällt es ihm schwer, aufzustehen.
interessant, dass du blase und magen erwähnst…
neben dem leber-kyo hatte ich nun schon mehrmals die Beziehung herzgouverneur(eher jitsu) und blase(eher kyo, kalt, keine Bewegung, gewebe in der diagnosezone hart).
Habe hg immer nur an den Händen und Unterarmen vorsichtig behandelt, und vor allem am Blasenmeridian gearbeitet. habe aber immer sehr tief gearbeitet. Aufmerksam, mit innerer weite, aber tief. ->Nervensystem beruhigen, in die eigene tiefe, ruhe und kraft kommen. auch hier hatte ich den eindruck, dass die Meridiane fast wie verschüttet, begraben sind. Ich fand den festen, tiefen und physischen kontakt besser geeignet, damit der klient mit sich in kontakt kommt/bleibt. hingegen war es dann so, dass der klient die ganze zeit so tief im para war, dass er von der Behandlung praktisch nichts bewusst mitbekommen hatte. so hatte ich nun in der letzten Behandlung auch begonnen, etwas dynamischer zu behandeln. er war auch viel präsenter in der letzten Behandlung, nimmt aber immer noch praktisch nichts in seinem Körper wahr, ausser der kälte im sakrumbereich.
die arbeit am Blasenmeridian war auch von teilweise strukturellen techniken an der Wirbelsäule begleitet, vor allem in der rückendiagnosezone des herzens und de herzgouverneurs, da gab es auf der physischen ebene viele Anspannungen und eine enge. energetisch war die Blockade vorallem im sakrum Bereich. interessant ist, dass der Empfänger nun seit den letzten 2 Behandlungen selber eine kälte im sakrumbereich wahrnimmt. werde mich dem widmen
in der letzten Behandlung habe ich nun auch mal mit dem hg im brustbereich gearbeitet. der Empfänger hatte nach einer Behandlung erwähnt. dass er das tiefe einsinken auf dem konzeptionsgefäss in der hg-diagnosezone als sehr angenehm empfand. dies hatte ich in der letzten Behandlung wieder aufgenommen.
magen erschien auch schon mal als Thema, vorallem in dem magenabschnitt um den Hals. während der arbeit in der nackengegend „fiel“ ich da fast rein, und es gab viele Reaktionen am körper. weiss auch nicht wieso, aber ich hatte dann das Thema erde nicht weiter beachtet. ausser an den beinen und füssen, aber in kontakt mit dem milzmeridian( die Innenseite der beine wirkt leer, auch knicken die füsse nach innen ein) nahm ich eine grosse Unruhe, ja eine art fieber wahr, und ich wusste nicht recht bis jetzt, wie mit dem zu arbeiten sei.
erst nach der letzten Behandlung habe ich mal den 5 Elementen-Zyklen gewidmet und da fiel mir auf, dass die erde zu stärken wirklich das zentrale und am meisten unterstützende Thema sein könnte. vor allem mit der Ernährung zu arbeiten. den körper stärken, harmonisieren, beruhigen. weisst du, ob es da Studien gibt im zusammenhang mit Nahrung und bipolaren Störungen?
Leber: puh, ich bin mir nicht sicher, ob wir die Richtung eines meridianflusses wirklich beeinflussen können. ich werde mal in der tcm-literatur nachkucken, ob ich spezifische tsubos finden kann, um das organ leber zu unterstützen oder zu reinigen. der einfluss der Medikamente auf die leber ist sicherlich nicht zu unterschätzen. vielleicht macht es auch mehr sinn, die leber und das System im allgemeinen mit Diäten und reinigungskuren zu unterstützen, und das Leber-kyo so anzugehen. wiegesagt, Visionen und Ideen mehr als genug, auch ist er musikalisch sehr produktiv. hm…
werde dich auf dem laufenden halten…
Herzlich,
Z
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