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VerenaTeilnehmer
Hallo lieber Wilfried,
danke für Deinen Kommentar zu diesem Thema. Jetzt nach 2 Monaten Rückzug, einigen schönen Mini-Reisen und 3 Behandlungen für mich mit viel Reflektion, hatte ich plötzlich das Gefühl, dass ich jetzt wieder die innere Stärke habe, mich mit Klienten auseinanderzusetzen. Der kleine Nebenraum in meiner Wohnung ist winzig aber es geht und es gibt mir erstmal das Gefühl, Shiatsu nicht zu verlieren, obwohl es eigenartig ist, fremde Menschen so nah in meinen inneren Bereich zu lassen. Aber erstmal geht es, wie gesagt, um es nicht ganz zu verlieren und die ersten beiden Behandlungen waren auch sehr interessant, da ich mich anders wahrnehme. Ich kann noch besser beobachten, wie es mir wann geht und welche Art von Umgang und Gespräch was mit mir macht.Was das für sich sorgen angeht, habe ich wieder mit Zhan Zhuang Chi Kung (schönes Buch von Peter Den Dekker) angefangen, das Still-Stehende-Chi-Kung, das mich sehr nährt, was ich aber im letzten Jahr völlig vernachlässigt hatte und natürlich Sonnengruß und Makko Ho und viel draussen sein.
Mal sehen, wie es weitergeht.Danke auch nochmal für den Hinweis auf das andere Forum, irgendwie dachte ich dieses wäre das Kongress Forum, alles durcheinander gebracht :-).
Liebe Grüße
VerenaVerenaTeilnehmerIhr lieben Shiatsumenschen,
ja das ist ein Beitrag, der zu meinem Zustand paßt, mit dem Unterschied, dass mein burnout wohl dadurch entstanden ist, dass ich zu wenig Klienten „angezogen“ habe und so permanent dem Druck des „Du musst jetzt endlich mehr behandeln, damit das was wird“ ausgesetzt war (da ja Kosten gedeckt und das Leben verdient werden muß), und meine Gedanken anfingen, sich zu drehen und mich zu erschöpfen. Hinzu kam, dass ich das Gefühl hatte, ich müßte aus Geldgründen auch für Personen da sein, die mich eigentlich überfordert haben, nicht innerhalb der Shiatsu-Behandlung, aber im Vorfeld, denn je erfahrener ich wurde, desto „speziellere“ Leute kamen zu mir. Nun heißt es ja, es kommen immer die, die man gerade braucht, um sich zu entwickeln, ich hatte aber gerade in letzter Zeit das Gefühl, ich bin diesen Neurosen gar nicht gewachsen. Da kamen Menschen mit Mustern, mit denen ich nur schwerlich umgehen konnte, nicht alle aber doch einige. Das mag wahrscheinlich auch das eindeutige Zeichen dafür gewesen sein, dass ich meine Mitte gar nicht mehr halten konnte und vielleicht noch immer nicht kann. Nun habe ich erstmal aufgegeben, zumindest den eigenen Raum mit dem großen Bedürfnis, mich zu erholen und einer gewissen Abneigung, mich mit anderer Leute Muster auseinanderzusetzen, obwohl, als ich gerade meine Mutter behandelt habe, spürte ich noch immer, wie sehr ich Shiatsu-Berührung eigentlich liebe, und dass es mir unendlich leid täte, es vollends aufzugeben. Es tut mir doch eigentlich gut. Aber irgendetwas ist schief gelaufen mit der Idee der eigenen Praxis. Ich schätze es geht auch um Mangel an Austausch mit anderen, Supervision und Behandlungen, die ich mir nicht geleistet habe und eine unbefriedigte private Seite, ein starkes Ungleichgewicht in Richtung Klient und Geld verdienen. Erschreckend und traurig. „Für mich selbst da sein“ hat sich nicht mehr die Waage gehalten mit „für andere da sein“, vielleicht auch weil ich gedacht habe, ich arbeite mit Shiatsu, weil es MIR so gut tut, tut es auch, aber professionelles Arbeiten ist eben doch noch mal was anderes.Ich habe gerade zufällig den schönen Artikel dazu von Wilfried gelesen und so vieles darin entdeckt.
Ich hoffe sehr, dass ich wieder herausfinde aus diesem Tief und zukünftig einen vielleicht gereifteren Weg mit Shiatsu als Beruf gehen kann und wenn nicht, einen anderen Weg zu finden, Shiatsu in meinem Leben zu behalten.
herzliche Grüße
Verena -
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